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Redebeitag Bamberg - One Billion Rising 2018
#MeToo 2018

Redebeitrag Bamberg 2018 • Marija Milana

Bamberg 2018 – One Billion Rising

Redebeitrag Bamberg 2018

 

Marija Milana

Maria Milana spricht am 14.2.2018 in Bamberg:

 

 

JA – break the chain – spreng die Ketten!

Eine Milliarde Frauen erhebt sich gegen Gewalt – wir stehen auf und tanzen für ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben von Frauen und Mädchen überall auf der Erde!
Weshalb ist das notwendig? Wir leben hier doch frei. Wir Frauen und Mädchen können uns frei bewegen, können allein auf die Straße gehen und zu öffentlichen Veranstaltungen.

Doch wir wissen auch:
– jede dritte Frau wird im Laufe ihres Lebens vergewaltigt oder geschlagen,
– jede dritte Frau: das sind bei einer Weltbevölkerung von derzeit über 7 Mrd. Menschen, von der etwa die Hälfte Frauen sind, über 1 Milliarde Frauen, in englisch ONE BILLION.

Und nun erheben sich mindestens ebenso viele Frauen, Mädchen und auch unterstützende Männer und Jungen, in ca. 200 Städten in Deutschland, und an vielen vielen Orten überall auf der Erde, um ein Zeichen zu setzen gegen diese Gewalt.
Auch hier, in unserem ziemlich freien Land gibt es viele Frauen und Mädchen, die Gewalt erleben: Schläge, sexuelle Übergriffe undVergewaltigungen gehören zum Alltag von vielen, und das besonders an Orten, wo alle Menschen sich sicher fühlen wollen: daheim, in ihrer Familie.

Die #Me too Bewegung rückt Übergriffe, Ausbeutung und Gewalt an Frauen und Mächen ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Die mutigen Bekenntnisse unzähliger Frauen bestätigen die Dunkelziffern. Gleichzeitig behaupten viele andere, dass dadurch Männer schlecht gemacht werden.

Doch wer macht Männer schlecht?
Die betroffene Frau benennt lediglich, was ein Mann ihr angetan hat.
Schlecht macht der betreffende Mann sich selbst durch sein Verhalten, durch seine Tat!
Viele behaupten auch, dass #Me too die Gewaltdebatte verwässert. Frauen benennen viele Arten von Übergriffen, Ausbeutung und Gewalt, nicht ausschließlich vollzogene Vergewaltigung. Der größte Teil der Gewalt gegen Frauen findet in einem Beziehungsrahmen statt, in der Familie, im Bekanntenkreis, im Berufsleben. Vergewaltigung und Mord sind dabei die Spitze des Eisbergs, alle die anderen sexistischen Übergriffe und Angriffe auf Frauen und Mädchen sind die Basis dieses Eisbergs.

So ist Sexismus, die gesellschaftlich geschaffene und akzeptierte Benachteiligung von Frauen aufgrund des Geschlechts, aufgebaut und zementiert! Das können wir auch hören, wenn ein Richter bedauert, dass er einen Täter aufgrund des neuen Sexualstrafrechts verurteilen muss…
Frauen fassen den Mut, immer mehr bekannte und bisher unantastbare Männer als Täter zu benennen. Eine ehemalige Profisportlerin outet sich nach über 50 Jahren, dass sie im Alter von 16 Jahren von ihrem hochgeachteten Trainer nachts im Schlaf vergewaltigt wurde. Dafür wird ihr vorgeworfen, dass sie das Ansehen dieses alten erfolgreichen Mannes beschädigt. Der Vorwurf geht nicht an den Täter, der für seine Tat selbst und alleinig die Verantwortung trägt!!!

Ich denke an diese Frau, die so viele Jahre ihres Lebens mit dieser Verletzung, diesem Trauma leben musste, weil sie mit einer Anzeige keinerlei Chance gehabt hätte. Und ich wünsche ihr, dass diese Lebenslast durch das Assprechen leichter wird!
Besonders in Kriegsgebieten erleben die Frauen noch mehr Gewalt, häufig Vergewaltigung und Folter.

Es ist wirklich unfassbar!

Alle betroffenen Frauen und Mädchen brauchen deutliche Zeichen der Solidarität von uns, damit sie wissen, dass sie nicht alleine sind, dass wir an sie denken und sie wenn möglich auch tatkräftig oder finanziell unterstützen.
Mit unserem Tanzen heute zeigen wir unsere Solidarität gegen Ausbeutung und Unterdrückung!

Unser Tanzen ist jedoch noch viel mehr: es ist gleichzeitig ein Ausdruck von Lebendigkeit, von Lebensfreude und von Energie für ein freies und selbstbestimmtes Leben von Frauen und Mädchen – und von allen Menschen
– überall auf der Erde!

Tanzen und Musik verbindet seit Jahrtausenden die Menschen verschiedener Kulturen und ist ein starkes Ausdrucksmittel für Gefühle und Wünsche, für Sehnsüchte und Hoffnungen. Die ansteckende Kraft lädt dich ein, mit uns zu tanzen, egal, ob du die Choreografie kennst oder ob du frei tanzt!

Sprengen wir die Ketten! – Break the chain!

Marija Milana mit dem gesamten OBR-Vorbereitungsteam Bamberg Ille Bintig, Petra Müller-Trunk, Susanne Schreyer und Dany Rüger

Rednerin: Marija Milana

 

 


Redebeiträge auf OBR Veranstaltungen

Mit viel positiver Energie, fröhlichen Musik- und Tanzaktionen ist es gelungen, die Protestaktion als Symbol weltweiter Frauensolidarität zu etablieren, um dabei größte Aufmerksamkeit auf schwierge Themen zu lenken, die in der Vielzahl von Redebeiträgen auf allen Veranstaltungen zu One Billion Rising thematisiert werden.

179 Orte haben 2018 allein in Deutschland an One Billion Rising teilgenommen. Welch’ ein Riesen-Erfolg. Damit unsere gemeinsamen Anliegen weit über den V-Tag hinaus wahrgenommen werden können, möchte ich auf dieser Seite all unsere Redebeiträge zur Nachlese bereitstellen.

Schickt mir bitte Eure Redebeiträge

Bitte lasst mir Eure Redebeiträge in einer Version zukommen, die ich verlinken oder downloaden kann … vorzugsweise als TEXT-Version, word, doc, pdf, etc. (und falls nicht anders möglich als Soundfile- oder Video-LINK) über das Kontaktformular.

Bitte schickt mir:
1 • Rede-Beitrag in Textform
2 • Name der Rednerin/des Redners
3 • Foto der Rednerin/des Redners (bei der Rede)
4 • Kurzinfo über Rednerin/des Redners (kurzer Zweizeiler)

Vielen herzlichen Dank
Eure Sabine M. Mairiedl | www.onebillionrising.de