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Frauenfeindliche Schüler erhalten Kurse gegen Frauenhass

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Gute Nachrichten aus Großbritannien: Frauenfeindliche Schüler erhalten Pflichtkurse gegen Frauenhass.


Kurse gegen Frauenhass

Ab Frühjahr 2026 verschärft Großbritannien den Umgang mit Frauenhass im schulischen Umfeld. Schülerinnen und Schüler, die durch frauenfeindliches Verhalten auffallen, sollen gezielt an speziellen Unterrichtsangeboten teilnehmen. Dort geht es unter anderem um respektvolles Miteinander, die Auseinandersetzung mit toxischen Rollenbildern sowie um eine realistische Einordnung von Pornografie. Zusätzlich werden Lehrkräfte gesondert fortgebildet, um entsprechende Einstellungen und Verhaltensweisen frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können.

Flamme Figur gelb

Hintergrund der Richtlinie

Die britische Regierung hat neue pädagogische Vorgaben eingeführt, die Schulen dazu anhalten, sich verbindlich mit Frauenfeindlichkeit (Misogynie) sowie problematischen Beziehungs- und Online-Dynamiken auseinanderzusetzen. Ziel ist es, riskante Haltungen frühzeitig sichtbar zu machen, junge Menschen zu sensibilisieren und durch Aufklärung vorbeugend entgegenzuwirken.

Themenschwerpunkte im Unterricht

➡️  Frauenfeindlichkeit (Misogynie):
Was ist das, wo tritt es auf, wie äußert es sich?

➡️  Aufklärung über „Incel“-Bewegungen
Das sind Netzwerke, in denen junge Männer oft frauenfeindliche, aggressive Inhalte teilen.

➡️  Verbindung zwischen Pornografie und problematischen Beziehungsvorstellungen
Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, wie Pornokonsum unrealistische, sexistische Rollenbilder beeinflussen kann.

➡️  Positive Rollenbilder finden
– Insbesondere Jungen werden ermutigt, alternative Vorbilder zu suchen statt toxische Influencer-Ideologien zu übernehmen.

Umsetzung & Zeitplan

Die Richtlinie kann bereits seit September 2025 freiwillig umgesetzt werden.
Verpflichtend wird sie voraussichtlich ab September 2026 sein.

Warum jetzt?

Das Bildungsministerium beruft sich auf Umfragen, wonach ein großer Teil der Jugendlichen bereits frauendiskriminierende Aussagen gehört oder erlebt hatte (gegebenenfalls auf dem Schulhof, online oder im sozialen Umfeld).

Erweiterter Regierungsansatz gegen Gewalt an Frauen

Parallel zur Lehrplanänderung arbeitet die britische Regierung an einer strategischen Gewalt-gegen-Frauen-Initiative (VAWG-Strategie), die u. a. beinhaltet:

➡️  Lehrer*innen-Training, um Frühwarnzeichen von Misogynie bei Jungen zu erkennen.
➡️  Einführung von Anti-Misogynie-Kursen und Programmen für Schüler, die problematische Einstellungen zeigen.
➡️  Lehrpläne zu gesunden Beziehungen, Consent, Online-Sicherheit (inkl. Risiken durch Deepfakes und Pornografie).
➡️  Eine Online-Helpline für Jugendliche, die Fragen zu ihrem Beziehungsverhalten oder Verhalten in sozialen Medien haben.

Die Regierung bezeichnete diese Maßnahmen in Teilen als Teil ihrer Bemühungen, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den kommenden zehn Jahren zu halbieren. ([GOV.UK][7])

Gesellschaftlicher Bezug

Die Debatte wurde auch medial verstärkt durch Darstellungen wie die Netflix-Serie *Adolescence*, in der Gewalt unter Jugendlichen gezeigt wird und die zur Diskussion über Online-Radikalisierung und toxische Maskulinität beigetragen hat.

Fazit – Positive Nachricht

Die Neuerung ist mehr als nur ein Unterrichtsthema:
➡️ Sie setzt auf langfristige Prävention
➡️ Sie gibt Lehrkräften Werkzeuge an die Hand, um echte Verhaltensmuster anzusprechen
➡️ Sie stärkt das Bewusstsein junger Menschen für Respekt, Gleichberechtigung und gesunde Beziehungen

All das mit dem Ziel, toxische Einstellungen und echte Gefahren schon im Schulalltag zu reduzieren.

Quellen:
Deutschlandfunk
Evrimagaci.org
Good News Magazine
Gov.uk
ITV
News sky
Tagesspiegel


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